Keine Tank- und Rastanlagen am Wohngebiet

Bürger des Heideplangebietes in Bergfelde gegen die Tank- und Rastanlagen "Briesetal"

Gegen falsche Standorte - Gartenstadt Neu-Buch trifft Bergfelde

 VonVolker Puschert am 

Vertreter der Bürgerinitiativen "A10-Nord" und der "Gartenstadt Neu-Buch" trafen sich am 18.08.2010 in Bergfelde.

Nachdem es bereits kürzlich in Sachen Tank- und Rastanlagen Kontakte zur Gemeinde Wustermark gab, hat sich die BI A10-Nord nun mit weiteren aktiven Bürgern getroffen, denen mit den 2 geplanten Rastanlagen "Kappgraben" ähnliche Probleme wie bei den Tank- und Rastanlagen "Briesetal" in Bergfelde drohen.

In Buch sollen 80m von der Wohnbebauung 2 Anlagen errichtet werden. Weitere Anwohner am Berliner Ring würden damit massiv in unmittelbarer Wohnortnähe belastet. Dagegen gibt es zunehmend mehr Widerstand. Gefordert wird auch in Neu-Buch und der Gemeinde Panketal eine bürgerfreundliche und wohnverträgliche Planung.

Die Vertreter der BI informierten sich kurz gegenseitig über ihre verschiedenen Aktivitäten. Da die Suche geeigneter Standorte an der A10 Nord vom Land Brandenburg offensichtlich weder rechtzeitig noch transparent, sondern offensichtlich ausschließlich unter Kostengesichtspunkten wie den kürzesten Anschluss an die vorhandene Infrastruktur in Panketal und Hohen Neuendorf, OT Bergfelde, vorgenommen wurde, werden die Anliegerinteressen nach Auffassung beider Bürgerinitiativen nicht ausreichend berücksichtigt.

Beide Bürgerinitiativen werden sich deshalb künftig gemeinsam bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützen auch nach Möglichkeiten einer sinnvollen Verlagerung der ungeeigneten Standorte suchen. Das betrifft die im derzeitigen Planfeststellungsverfahren zum 6-spurigen Ausbau der A 10 vorgesehenen Parkplätze "Kappgraben" und die perspektivisch vorgesehenen Tank- und Rastanlagen "Briesetal". Die Zusammenlegung beider Anlagen an einem verträglichen Standort ist auch die kostengünstige Lösung. Möglichkeiten dazu bestehen u.a. östlich der AD Dreiecks Pankow. Ein solcher Standort würde auch Bürgerproteste und evtl. Klagen verhindern.

Weitere Elemente zur Zusammenarbeit sind die Sensibilisierung der Öffentlichkeit bezüglich der drohenden Probleme am Berliner Ring sowie kurze Wege für Informationen zu Planungsalternativen und Standorten. Daher sollen die Information der Gemeindeverwaltungen Panketal und Birkenwerder sowie der Stadtverwaltung Hohen Neuendorf und die Kontakte zur Gemeinde Wustermark gefördert werden mit dem Ziel, mittelfristig zu einem Gremium für bessere Planungen an der A 10 zu kommen. Da der Erörterungstermin für den A 10-Ausbau für den Herbst 2010 erwartet wird und dort auch der Bau der Parkplätze Panketal entschieden wird, besteht eine Dringlichkeit für schnelle Durchführung der geplanten weiteren Schritte.