Keine Tank- und Rastanlagen am Wohngebiet

Bürger des Heideplangebietes in Bergfelde gegen die Tank- und Rastanlagen "Briesetal"

Deckblattverfahren - Neues vom 6-streifiger Ausbau der Bundesautobahn A 10 vom AD Schwanebeck bis AS Oberkrämer

 VonVolker Puschert am 

Seit Monaten gibt es keine offiziellen Informationen zum Stand des Planfeststellungverfahrens. Selbst bei Zusammenkünften von Vertretern der BI mit dem Landesbetrieb Straßenwesen wurde nur herum geredet. jetzt ist die "Katze aus dem Sack".

Insgesamt liegen 2.000 Einwendungen gegen die ausgelegten Planungsunterlagen vor. Bisher berücksichtigt wurden sie so gut wie überhaupt nicht!

Neu ist aber eine Verkehrsprognose bis 2025 (bisher 2020). Diese Prognose, die sogar von einem Verkehrsrückgang ausgeht (!) musste die Planungbehörde berücksichtigen.

Aber statt die Ergebnisse komplett neu auszulegen, hat man ein Verfahren gewählt, dass den irreführenden nichtssagenden Namen „Deckblattverfahren“ trägt. In diesem Verfahren legt die Planungsbehörder fest, wer betroffen ist und schreibt ab Anfang April die sogenannten „Betroffenen“ an. Sie haben dann 2 Wochen das zweifelhafte Vergnügen, sich bei der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung 10 Aktenordner durchzuarbeiten und eine neue Einwendung zu schreiben. Dazu verbleibt eine weitere Frist von 2 Wochen bis Anfang Mai.

Bei diesem Verfahren wird aber deutlich, dass - wie oben erwähnt – weder für Birkenwerder noch für Hohen Neuendorf bisher kaum oder überhaupt keine Änderungen vorgenommen wurden, die die Masse der Einwender erwarten. Das soll alles erst im Spätsommer 2011 beim Anhörungsverfahren zur Sprache kommen. Dumm nur, dass es jetzt schon deutlich wird, dass sich nichts wirklich ändern soll!

Hier einige ausgewählte Informationen, insbesondere mit Auswirkungen auf Lärm und die vorgesehenen Tank- und Rastanlagen:

  • In Höhe Bergfelde ist weiterhin kein Lärm mindernder Belag (z. B. offenporiger Asphalt, auch Flüsterasphalt genannt) vorgesehen.
  • Der Lärmschutzwall von Birkenwerder bis zum vorhandenen Parkplatz Bergfelde wird um 5 m verkürzt und dafür die Lärmschutzwand vor dem alten Parkplatz um 2 m verlängert. Damit vergrößert sich die Lücke, durch die trichterförmig Lärm auf Bergfelde einströmt.
  • Der Lärmschutzwall Bergfelde bleibt nur 610 m lang und wird nicht verlängert
  • Die lichte Weite der Brücke Bergfelde / Summt wurde von von 53,56 m auf 51 m verringert, sodass eine Verschiebung der vorgesehene Tank- und Rastanlage in Richtung Brücke schwieriger, wenn nicht unmöglich, wird.