Keine Tank- und Rastanlagen am Wohngebiet

Bürger des Heideplangebietes in Bergfelde gegen die Tank- und Rastanlagen "Briesetal"

Ausbau A10

 VonRedaktion am 

Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat jetzt, wie die Märkische Allgemeine (4. Februar 2011) berichtet, grünes Licht für den Ausbau des Autobahndreiecks Havelland – den Übergang von der A 10 zur A 24 Richtung Rostock und Hamburg – bis zur Anschlussstelle Kremmen gegeben

Die vierstreifige A 10 werde auf sechs Streifen ausgebaut, die Arbeiten sollen Ostern 2012 beginnen und 2014 abgeschlossen sein.

Bereits im zweiten Halbjahr 2011 beginne die größte Baumaßnahme auf märkischen Autobahnen: der sechsstreifige Ausbau des nördlichen Berliner Rings zwischen den Dreiecken Schwanebeck und Havelland. Hier wird mit Arbeiten für die nächsten zahn Jahre gerechnet.

Und wie wir alle wissen, sind bei Bergfelde unmittelbar am Wohngebiet zwei Tank- und Rastanlagen vorgesehen - ein Konzept, das schon vor 19 Jahren entwickelt wurde, mit den Betroffenen wurde niemals gesprochen und Alternativen scheinen nicht einmal mehr gesucht zu werden.

Diese Pläne sind bisher nicht Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens, und es gibt erheblichen Widerstand dagegen. Matthias Schwanke, Sprecher der Bürgerinitiative A 10 Nord, verwies darauf, dass nur 500 Meter vom geplanten Standort eine Siedlung beginnt. Es gebe schon Schadstoff- und Lärmimmissionen von der Autobahn, mit der Rastanlage würden sie noch größer werden. Außerdem befindet sich am potenziellen Standort ein – von der Forstverwaltung als solcher eingestufter – Schutzwald. Auf 17 Hektar müssten laut Schwanke die Bäume gefällt werden.

Quelle: Der nördliche Berliner Ring wird ausgebaut / Widerstand gegen eine Tank- und Rastanlage